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Die Geschichte der Blumenschauen

Die Premiere 1989: Die erste Blumenschau gab es in Papenburg 1989 entlang des Hauptkanals und in der Kesselschmiede auf dem Forum Alte Werft. Ins Leben gerufen wurde die erste Blumenschau damals von Stadtbaurat Dieter Schämann, Wirtschaftsförderer Winfried Nehe und dem Leiter der Stadtgärtnerei, Willy Hensen. Die erste Blumenschau war auch der Rahmen für die Taufe der Brigg Friederike vor dem Rathaus sowie als krönender Abschluss der Neugestaltung der Papenburger Stadtmitte gedacht. Bei dieser Premiere wurde der Hauptkanal mit rund 250.000 Blumen geschmückt.

 

Die zweite Ausgabe 1991: Nach dem großen Erfolg der ersten Blumenschau stand für die Organisatoren außer Zweifel, dass eine Neuauflage nötig war. So wurde bereits zwei Jahre nach der Premiere die nächste Blumenschau in Papenburg ausgerichtet. Erneut waren das Forum Alte Werft und der Hauptkanal die Veranstaltungsorte und erneut kamen zehntausende Gäste in den 11 Tagen im August, in denen die Hallenschau in der Kesselschmiede geöffnet war. Hier wurde der Rekord aus dem Premierenjahr mit 54.470 Besuchern gebrochen.

Die dritte Ausgabe 1993: Im Zwei-Jahres-Rythmus schloss sich 1993 die dritte Ausgabe der mittlerweile etablierten Blumenschau an den bekannten Veranstaltungsorten an. Erneut unter dem Motto "In Papenburg, da blüht dir was", waren entlang des Hauptkanals "Millionen Blüten" aufgebaut, wie man es den damaligen Zeitungsberichten entnehmen kann. Garanten für den Erfolg der 93er Ausgabe der Blumenschau waren einmal mehr der Fremdenverkehrsverein, die Stadtgärtnerei und die umliegenden Gartenbaubetriebe. Trotz einiger verregneter Tage, zog auch diese Schau insgesamt wieder rund 50.000 Besucher nach Papenburg.

Die vierte Ausgabe 1996: Auch die mittlerweile vierte Blumenschau in Papenburg wurde als großer Erfolg gewertet. Die bewährte Strecke entlang des Hauptkanals und die Installationen rund um die Kesselschmiede und in der Stadthalle auf dem Forum Alte Werft lockten erneut mehr als 50.000 Menschen an. In einem Dankesschreiben an die Mitarbeiter des Bauhofes des damaligen Bürgermeisters Heinrich Hövelmann und de Stadtdirektors Dr. Reinhart Schenk heißt es dazu: "Alle Besucher waren ausnahmslos begeistert von der Blumenschau und von dem Stadtbild Papenburgs insgesamt. Daß es soweit gekommen ist und daß die Blumenschau ein Erfolg wurde, liegt maßgeblich an Ihrer Mitarbeit. ... Sie haben mit dieser Arbeit einmal mehr gezeigt, was Einsatzwille und fachliches Können zu vollbringen mögen." 

Die fünfte Ausgabe 2000: Die fünfte Blumenschau in Papenburg wurde nicht mehr nach dem bisherigen zweijährigen Turnus durchgeführt, sondern im Jahr 2000 ganze vier Jahre nach der vierten Auflage. Der Erfolg war dabei umso größer: Mit rund 60.000 Besuchern kamen so viele Gäste wie noch nie nach Papenburg. Einer der Gründe dürfte auch der niederländische Star-Gärtner Wim Siemerink sein. Er war bereits seit der ersten Blumenschau 1989 für die Arrangements in der Kesselschmiede und in der Stadthalle auf dem Forum Alte Werft beteiligt. In diesem Jahr erstellte er unter dem Motto "Von der Antike in die Moderne" das bisher größte Arrangement von Schnittblumen. Ein weiterer Erfolg ergab sich ebenfalls aus dieser Blumenschau. Nachdem man mittlerweile fünf Ausgaben der beliebten Veranstaltung durchgeführt hatte, entschied sich Papenburg am nationalen Wettbewerb "Entente Florale" teilzunehmen und errang dabei die Goldmedaille. 18 Jahre später sollte es der Stadt Papenburg sogar gelingen, die Goldmedaille der "Entente Florale" auf Europa-Ebene zu gewinnen.

Die sechste Ausgabe 2004: Auch wenn man vier Jahre später nicht wieder ganz an die Rekordzahl aus dem Jahr 2000 anschließen konnte, so erreichte die sechste Papenburger Blumenschau immerhin noch 43.000 zahlende Gäste in der Kesselschmiede. Im Mittelpunkt standen dabei neben den mehr als 300.000 gepflanzten Sommer- und ausgestellten Schnittblumen auch eine 300 Quadratmeter große Rosenschau sowie 40 Meter Trennwände, die für einen Sprayer-Wettbewerb genutzt wurden. Wie in den Vorjahren wurde diese Blumenschau durch die Ems-Dollart-Region unterstützt, da auch viele niederländische Gärtner sich an der Blumenschau in Papenburg beteiligten.

Die siebte Ausgabe 2008: Die vorerst letzte Ausgabe der Blumenschauen mit dem beliebten Titel "In Papenburg, da blüht dir was", wurde 2008 ausgerichtet. Erneut strahlte der Hauptkanal in voller Blütenpracht und auch auf dem Forum Alte Werft wurde wieder in Szene gesetzt. Die Blumenschau stand bereits unter den Vorzeichen, dass sich die Stadt Papenburg für eine Niedersächsische Landesgartenschau bewerben wollte. Darum wurde auf eine weitere Ausrichtung im Jahr 2012 verzichtet. Stattdessen fand im Jahr 2014 die Landesgartenschau in Papenburg unter dem Motto "bund und bliede" statt. Sie zog mehr als 500.000 Besucher in die Stadt und ist auch eine der wesentlichen Grundlagen für die Neuausrichtung der Blumenschau 2019 mit dem Titel "Zeit für Entdecker" - das gilt vor allem für den völlig neu gestalteten Stadtpark.